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Grob fahrlässig verursachte Schäden in der Hausratversicherung – Regulierungspraxis der max-Hausrat-Tarife am Beispiel eines Einbruchs durch ein gekipptes Fenster

Ein Fenster in Kippstellung ist die perfekte Einladung für Einbrecher. Die entscheidende Frage nach einem Einbruchdiebstahl lautet somit: Wie reagiert die Hausratversicherung?

Klar ist, dass der Versicherungsnehmer, der bei Abwesenheit ein Fenster gekippt lässt, grob fahrlässig handelt.

Durch das neue VVG wurde 2008 das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ aufgehoben (§ 81 VVG), denn vorher konnten Versicherer bei grob fahrlässig verursachten Schäden den Versicherungsschutz komplett ablehnen.

Seit 2008 führt leichte Fahrlässigkeit nicht mehr zur Leistungsfreiheit, wohingegen bei grober Fahrlässigkeit nicht mehr Leistungsfreiheit in vollem Umfang eintritt, sondern der Versicherer zur Kürzung der Leistung nach der Schwere der Schuld berechtigt ist. Angewendet wird die sogenannte Quotelung z. B. bei Gefahrerhöhung, die Verletzung von Obliegenheiten und Sicherheitsvorschriften sowie die Herbeiführung des Versicherungsfalls.

Das Gesetz gibt dem Versicherer vor, nach der Schwere des Verschuldens der groben Fahrlässigkeit zu kürzen. Die Schwere des Verschuldens wird daran gemessen, wie hoch der Vorwurf gegenüber dem Versicherungsnehmer ist und wie schwer sein Verstoß bei Obliegenheitsverletzungen, Sicherheitsvorschriften oder hinsichtlich seines Verhaltens zur Herbeiführung des Versicherungsfalles wiegt.

Ist ein gekipptes Fenster bei Abwesenheit eine grob fahrlässige Handlung?

Ein gekipptes Fenster bei Abwesenheit ist sicherlich als grob fahrlässige Handlung einzustufen, so dass ein Versicherer in einem solchen Fall vor 2008 leistungsfrei war. Viele Versicherer sind seit 2008 dazu übergegangen, in ihren Bedingungswerken den Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit zu verankern.

Viele Tarife verzichten mittlerweile bis zur vollen Versicherungssumme, günstigere Tarife bis zu bestimmten Sublimits von z. B. 10.000 Euro.

Wirklich vollständig ist so ein Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit aber erst dann, wenn dies auch für die grob fahrlässige Verletzung von Obliegenheitsverletzungen, Sicherheitsvorschriften oder unterlassene Meldung von Gefahrerhöhungen gilt, die dann ursächlich für einen Schaden sind.

Für den Einbruchdiebstahl infolge eines gekippten Fensters kann man sich folgende Konstellationen grob fahrlässigen Handelns vorstellen:

  • Einbruch durch gekipptes Fenster nachts – bei Abwesenheit des Versicherungsnehmers (VN)
  • Einbruch durch gekipptes Fenster tagsüber – bei Abwesenheit des VN für drei Stunden
  • Einbruch durch gekipptes Fenster – bei längerer Abwesenheit des VN aufgrund Urlaub

In allen drei Fällen hat stellt sich die Frage, welche Beweispflicht die Hausratversicherung hat. Die Rechtsprechung hat in der Vergangenheit in solchen Fällen keinen allgemeingültigen Rahmen für die Quotelung und die Beurteilung der Schwere des Verschuldens gezogen.

MAXPOOL und die MVK – faire Regelung bzgl. grob fahrlässig verursachter Schäden

Mit dem Deckungskonzept max-Hausrat Premium sind Makler und Kunde auf der sicheren Seite. Der Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit bei der Schadenverursachung gilt z. B. auch bei der Verletzung von Obliegenheitspflichten und Sicherheitsvorschriften.

In den oben geschilderten Einbruchszenarien würde die MVK immer die volle Schadensumme bis maximal zur Versicherungssumme regulieren. Im Tarif max-Hausrat Plus gilt dies bis 10.000 Euro. Und das zu einem markführenden Preis-/Leistungsverhältnis, wie die folgende Übersicht verdeutlicht:

Berechnungsgrundlage: Wohnung im Mehrfamilienhaus, 100 qm Wohnfläche, mind. 65.000 EUR Versicherungssumme, ohne Glas und Elementar. Quelle: mr money Berechnung, Stand 17.02.2022

Veröffentlicht am 01.03.2022

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