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Wegen irreführender geschäftlicher Handlungen: MAXPOOL mahnt DVAG ab

MAXPOOL zeigt der Deutsche Vermögensberatung (DVAG) die rote Karte. Vor Pfingsten ist dem Finanzvertrieb eine Abmahnung wegen Verstößen gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) zugegangen. Der Grund: Die DVAG setzt seit einiger Zeit sogenannte „Mandantenschutzbriefe“ ein, die nach rechtlicher Prüfung durch MAXPOOL als irreführende und damit unzulässige geschäftliche Handlungen gemäß Paragraf 1 Absatz 1 UWG einzustufen sind.

Makler werden herabgesetzt, verunglimpft und gezielt behindert

Laut MAXPOOL werden durch die „Mandantenschutzbriefe“ insbesondere Makler unzulässigerweise herabgesetzt, verunglimpft und gezielt behindert (§ 3 Abs. 1 i. V. m. § 5 Abs. 1 Nr. 3 UWG) und die Entscheidungsfreiheit des Kunden durch eine unzulässige Beeinflussung erheblich beeinträchtigt (§ 4 a Abs. 1 Nr. 3 UWG). „MAXPOOL sieht sich unter den Pools als DER Interessenvertreter von unabhängigen Maklern. Deshalb können und wollen wir derartige wettbewerbsrechtliche Verstöße nicht hinnehmen“, erklärt Kevin Jürgens, Vertriebsvorstand der PHÖNIX MAXPOOL Gruppe und Mitglied der Geschäftsleitung bei der MAXPOOL GmbH in einer offiziellen Pressemitteilung.

„Wir können und werden es nicht hinnehmen, dass unsere Makler schuldlos an den Pranger gestellt und mit falschen Behauptungen verunglimpft werden.
Deshalb werden wir alle juristischen Mittel ausschöpfen um dem unzulässigen Treiben der DVAG ein Ende zu setzen.“

(Kevin Jürgens, Vertriebsvorstand PHÖNIX MAXPOOL Gruppe)

Falsche Behauptungen und ein unkonkretes Bestätigungsschreiben

In den Mandantenschutzbriefen wird darauf hingewiesen, dass Berater/Versicherungsmakler mitunter primär ihre eigenen monetären Interessen im Blick hätten und deshalb pauschal behaupten würden, eine vorzeitige Kündigung von Berufsunfähigkeits-, Lebens-, Renten- und fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungsverträgen sei mit erheblichen Vermögensverlusten verbunden. Berater, die ihren Kunden eine vorzeitige Kündigung oder Änderung der von der DVAG vermittelten Verträge empfehlen, müssen deshalb ein undifferenziertes „Bestätigungsschreiben“ ausfüllen, den jeweiligen Vertrag und den möglicherweise entstehenden Verlust angeben und anschließend bestätigen, den betreffenden Kunden über alle Nachteile aufgeklärt zu haben, die mit der Kündigung in Zusammenhang stehen. Darüber hinaus muss der Berater in dem Bestätigungsschreiben anerkennen, dass Schadensersatzansprüche gegen ihn gestellt werden können, wenn er den Kunden nicht vollständig über die Nachteile aufklärt.

„Dies stellt eine bewusste Irreführung
des Kunden dar, die rechtlich relevant ist, da die Vorgehensweise der DVAG die Entscheidung des Kunden massiv beeinflusst.“

(Sevilay Srouji, Syndikusanwältin)

Kunden werden bewusst in die Irre geführt

Nach Ansicht von MAXPOOL sind die von der DVAG erstellten Bestätigungsschreiben für die Bewertung von Verträgen nicht ausreichend und in der Form somit nicht ausfüllbar. „Es ist nicht ersichtlich, worauf sich der anzugebende mögliche Verlust bezieht. Etwa auf die zu zahlenden Prämien? Darüber hinaus wird der Eindruck erweckt, ein möglicher Verlust könne fest errechnet werden. Wie soll ein Berater die negative Entwicklung eines Fonds errechnen können? Für einen Vertragswechsel sind viel mehr Kriterien als nur ein möglicher Verlust maßgebend. Das Bestätigungsschreiben ist somit undifferenziert“, erklärt Sevilay Srouji, Syndikusanwältin von MAXPOOL. Darüber hinaus sei ein Berater schon rechtlich dazu gezwungen, eine Gesamtbewertung des Vertrages vorzunehmen und die Kundeninteressen zu wahren. Mit dem Mandantenschutzbrief wird dem Berater ein Bestätigungsschreiben vorgelegt, das unkonkret und in der Form nicht ausfüllbar ist, aber das Ausfüllen und Unterzeichnen durch den Berater soll suggerieren, dass der Berater nur an seinen eigenen Verdienst denken würde. „Dies stellt eine bewusste Irreführung des Kunden dar, die rechtlich relevant ist, da die Vorgehensweise der DVAG die Entscheidung des Kunden massiv beeinflusst“, fasst Srouji zusammen.

„Wir können und werden es nicht hinnehmen, dass unsere Makler schuldlos an den Pranger gestellt und mit falschen Behauptungen verunglimpft werden. Deshalb werden wir alle juristischen Mittel ausschöpfen um dem unzulässigen Treiben der DVAG ein Ende zu setzen.“, ergänzt Kevin Jürgens.

Veröffentlicht am 26.05.2021

2 Kommentare zu Wegen irreführender geschäftlicher Handlungen: MAXPOOL mahnt DVAG ab

Ich „kämpfe“, wo es notwendig ist, gegen die DVAG, aber da erscheint schon Werbung nicht nur in der lokalen „Sächsischen Zeitung“ sondern auch im „Handelsblatt“, was mich fast vom Hocker gehauen hat..
Wenn man dann dorthin mal schreibt, bekommt man keine Antwort, weil wahrscheinlich erhebliche Summen von der DVAG dafür gezahlt werden.
Ich möchte nicht wissen, was der Fußballtrainer Jürgen Klopp (z. Zt. FC Liverpool) mal für seine Fernsehwerbung über die DVAG erhalten hat???

Sehr geehrte Damen und Herren vom Maxpool,
ich als Makler danke Ihnen für Ihren Einsatz zugunsten unseres Berufsstandes. Es ist zu begrüßen, dass Sie sich so gegen falsche Behauptungen in unser aller Sinne wenden. Wir Makler haben es ohnehin schwer genug. Trotz aller Gesetze, Vorschriften und Regelungen, die seit 2007 auf uns nieder prasseln, die uns das Leben sehr viel schwerer machen, uns viel Bürokratie, aber auch mehr Mühe, viel Zeitverlust, geringere Courtagen und höhere Kosten bringen, ist unser Ruf im Allgemeinen kein Stück besser geworden. Und dann versuchen solche Akteure am Markt uns auch noch zu verunglimpfen. Für uns und unsere Interessen setzt sich niemand aktiv ein. Daher begrüße ich Ihre Aktion und Ihre Anzeige gegen die DVAG. Vermutlich wird es niemand sonst tun.
Mit freundlichen Grüßen
Pete rSchwind
Makler 8476

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