Liquiditätshilfe für Kleinunternehmer – so wirds beantragt.

Die Corona-Krise hat bundesweit das gesellschaftliche Leben nahezu zum Stillstand gebracht. In sehr vielen Branchen sind die Umsätze rapide gesunken, oder bleiben auf Grund verordneter Betriebsschließungen ganz aus. Viele Soloselbstständige, Kleinunternehmer, Freiberufler und kleine Familienbetriebe stehen in Folge der Corona-Krise vor existentiellen Problemen.

Die Bundesregierung hat sich dazu entschlossen, zur Existenzsicherung betroffener Kleinunternehmer, Selbständiger und Freiberufler mit einer „Soforthilfe“ in Form eines einmaligen Liquiditätszuschusses schnell und unbürokratisch beizutragen. Es wurden hierzu 50 Mrd. Euro bereitgestellt. Der Bundesrat hat seine Zustimmung am 27.03.2020 erteilt.

Anträge können daher ab sofort gestellt werden.

Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach der Anzahl der Beschäftigten, wobei der Unternehmer mitgezählt wird und beträgt für drei Monate:

  • bis zu   9.000,– Euro bei bis zu   5 Beschäftigten und
  • bis zu 15.000,– Euro bei bis zu 10 Beschäftigten.

Es zählen Vollzeitkräfte und Auszubildende mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 30 Stunden. Geringfügig Beschäftigte werden mit 30% berücksichtigt und Teilzeitkräfte werden 50% bzw. mit 75% angerechnet, sofern die wöchentliche Arbeitszeit bis zu 20 bzw. bis zu 30 Stunden beträgt.

Was ist zu beachten?

  • Es handelt sich um nicht rückzahlbare Zuschüsse als Liquiditätshilfe
  • Unterstützt werden Kleinunternehmer, sich auf Grund der Coronakrise in akuten Zahlungsschwierigkeiten befinden und nicht über Rücklagen verfügen
  • Für Unternehmer, die sich bereits vor dem 11.03.2020 in Zahlungsschwierigkeiten befanden, ist dieses Unterstützungsprogramm nicht gedacht.
  • Die Zuschüsse sollen unbürokratisch und schnell gewährt werden
  • Eine Bedürftigkeitsprüfung kann zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Unrechtmäßig in Anspruch genommene Zuschüsse müssen zurückgezahlt werden. Eventuell erfolgt die Umwandlung in ein Darlehen
  • Beantragt wird die Liquiditätshilfe über die zuständigen Behörden der Bundesländer. Einzelne Länder haben ergänzende Hilfsprogramme aufgelegt, die zusammen mit der Hilfe des Bundes beantragt werden können. Daher macht diese Vorgehensweise durchaus Sinn.

Das Bundesfinanzministerium stellt weiterführende Informationen zu diesem Soforthilfeprogramm, zu weiteren umfangreichen Hilfsprogrammen und zu großzügig aufgelegten Sonderdarlehen der KfW-Bank auf sehr informativen Sonderseiten der Homepage zur Verfügung.

Autor: Jochen Feyerherd, MAXPOOL Maklerkooperation

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