Helfende Hände: Saisonarbeitskräfte versichern

Auch 2019 wird eine Vielzahl ausländischer Saisonarbeitskräfte wieder eine Beschäftigung in Deutschland aufnehmen. Für viele beginnt der Einsatz bereits im April und endet je nach Betriebsstruktur oft erst zum Jahresende. Die Mehrzahl der Arbeitskräfte kommt aus Polen, Rumänien und Bulgarien.

Wenn ein deutscher Arbeitgeber ausländische Saisonarbeitskräfte beschäftigen will, muss er Besonderheiten des Sozialversicherungsrechts beachten. Werden Saisonarbeiter aus EU-Mitgliedsstaaten eingestellt, so gilt der Grundsatz, dass der Arbeitnehmer nur in einem der beiden Staaten versichert ist.

Einsatzgebiete / Industriezweige

  • Allgemeine Landwirtschaft
  • Forstwirtschaft
  • Gartenbau/Landschaftsgartenbau
  • Gewerbliche Gärtnereien
  • Landwirtschaftliche Dienstleistungen
  • Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften
  • Landwirtschaftliche Tierhaltung
  • Obst- und Gemüseverarbeitung
  • Weinbau
  • Winzergenossenschaften

Prüfung Versicherungspflicht

Für Saisonkräfte, die weiterhin in ihrem Wohnstaat beschäftigt sind und beispielsweise während ihres bezahlten Urlaubs in Deutschland (Ausnahme Bulgarien) arbeiten, gelten ausschließlich die Rechtsvor-schriften ihres Heimatlandes. Sie müssen deshalb dem deutschen Arbeitgeber einen Nachweis (Vordruck A 1) vorlegen. Dieser führt daraufhin die Sozialabgaben an die Sozialversicherung des Wohnstaates ab.

Liegt dieses Formblatt nicht vor und ergibt sich aus dem Fragebogen zur Versicherungspflicht / Versicherungsfreiheit kein Anhaltspunkt für eine Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit im Wohnstaat, so gilt für den Arbeitnehmer deutsches Recht wie für jeden anderen Beschäftigten.

Ergeben sich aus dem genannten Fragebogen Anhaltspunkte für eine Beschäftigung- oder selbstständige Tätigkeit im Wohnstaat, sollte der Arbeitgeber in jedem Fall Kontakt mit den zuständigen Stellen aufnehmen. Nur so werden Forderungen bei einer nachträglichen Vorlage des Vordruckes A 1 vermieden.

Für im Wohnstaat selbstständig Erwerbstätige gelten seit 1. Mai 2010 neue Regelungen. Wird hier eine der Saisonarbeit ähnliche selbstständige Tätigkeit ausgeübt (z. B. selbstständiger Landwirt im Ausland und Saisonarbeit in der Landwirtschaft in Deutschland), unterliegt der Arbeitnehmer während der Saisonarbeit in Deutschland weiterhin dem ausländischen Sozialversicherungsrecht. Wird hingegen keine ähnliche selbstständige Tätigkeit im Ausland ausgeübt, ist deutsches Sozialversicherungsrecht anzuwenden.

Berufsmäßigkeit – rechtliche Hintergründe

Versicherungsfreiheit besteht grundsätzlich im gleichen Umfang wie für deutsche Arbeitnehmer, nämlich wenn die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als drei Monate befristet ist. Dies gilt nicht, wenn die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird. Für die Prüfung werden die im Ausland ausgeübten Beschäftigungen herangezogen.

Als nicht berufsmäßig beschäftigt gelten folgende Personengruppen:

  • Arbeitslose
  • Hausmänner/-frauen
  • Rentner
  • Schüler
  • Selbstständige
  • Studierende

Dies muss durch entsprechende Unterlagen nachgewiesen werden. Die Nachweise sind (ggf. in deutscher Übersetzung) als Beleg für die Versicherungsfreiheit zu den Lohnunterlagen zu nehmen. Ein ausländischer Arbeitnehmer, der in seinem Heimatland eine hauptberufliche Beschäftigung ausübt, ist in einer befristeten Beschäftigung nur versicherungsfrei, wenn er in dieser Zeit bezahlten Urlaub hat.

Eine Besonderheit gilt, wenn mit dem Herkunftsland des ausländischen Arbeitnehmers ein Sozialversicherungsabkommen besteht oder das Land inzwischen zur EU gehört. So sind zum Beispiel Erntehelfer aus Polen, die in ihrem Heimatland in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, dort auch hinsichtlich der in Deutschland ausgeübten Beschäftigung versicherungspflichtig!

Der Arbeitgeber muss also nach polnischem Recht die dort fälligen Beiträge an den polnischen Versicherungsträger entrichten. Grund dafür ist, dass nach der maßgebenden EG-Verordnung bei Arbeitnehmern, die gleichzeitig in zwei Staaten einer Beschäftigung nachgehen, in der Regel das Recht des Wohnstaates gilt, wenn sie dort einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausüben. Folglich gilt in diesen Fällen das polnische Recht, das keine Ausnahmeregelung von der Versicherungspflicht bei kurzfristigen Beschäftigungen kennt.

Vorteil für den Vertriebspartner

Sie als Vertriebspartner sind der professionelle Ansprechpartner im Bereich Versicherungen und Finanzen:

  • Unabhängige kostenfreie Beratung
  • Angepasste Bedarfsanalyse mit einer Kosten- & Leistungsoptimierung
  • Überprüfung und Betreuung bestehender Versicherungen
  • Angebot von Versicherungsvergleichen und Übernahme von Formalitäten
  • Unterstützung im Schadensfall – von der Meldung bis zur Regulierung
  • Anmeldung kann über den Vertriebspartner mit eigenen Listen bzw. Tabellen erfolgen
  • Mitarbeiter des Landwirtes kümmern sich um die Unterschrift der Anträge
  • Unkomplizierte Weiterleitung der Anträge dann an das Vertriebspartner-Serviceteam der TK
  • Stornosicheres Geschäft
  • Erweiterung durch das Empfehlungsgeschäft
  • Vorliegen einer „Bestandsprovision“ Jahr für Jahr, wenn die Erntehelfer wiederkommen

Vorteil für den Arbeitgeber

  • Günstige Umlagesätze U1 / U2 und damit Kostenersparnis von ca. 1 % der Bruttolohnsumme
  • Verwaltungsaufwand wird minimiert – der Vertriebspartner der TK kümmert sich um die Meldungen
  • Der Vertriebspartner kann seine Provision teilweise weiterreichen, hat hier Verhandlungsspielraum

Vorteil durch die Techniker Krankenkasse

Die Techniker Krankenkasse ist die optimale Versicherungslösung für alle ausländischen Erntehelfer und Saisonarbeitskräfte im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung:

  • Top-Krankenversicherungsschutz durch Deutschlands beste Krankenkasse
  • Günstige Beiträge durch den attraktiven Beitragssatz
  • Unkomplizierte Anmeldung per E-Mail oder Fax
  • Taggenaue Berechnung pro Erntehelfer
  • Persönlicher Ansprechpartner im Bereich Vertriebspartnermanagement
  • Effiziente Verkaufsmedien
  • Eigener und einfacher Neukundenantrag für Saisonarbeitskräfte
  • Unkomplizierte und schnelle Abrechnung der Aufwandsentschädigung

Weiterführende Infos erhalten Si ein Ihrem maxpool KV-Management via E-Mail an vorsorge@maxpool.de.

Text: Techniker Krankenkasse

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