Das BRSG ist ein Fortschritt, aber …

… trotz neuer Vertriebsimpulse bleibt die betriebliche Altersversorgung ein anspruchsvolles Beratungsfeld. Umso mehr braucht der Mittelstand fundierte Maklerunterstützung.

Es ist unumstritten, dass die betriebliche Altersversorgung (bAV) durch die jüngste Reform Auftrieb erhalten hat. Das Anfang dieses Jahres in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) macht die Einrichtung einer Betriebsrente attraktiver – Stichworte sind Arbeitgeber-Enthaftung, Zielrente, Opting-out, Geringverdiener-Förderung, Freibetrag bei Grundsicherung oder achtprozentige Steuerförderung. Nicht zuletzt hat die mediale Aufmerksamkeit für ein steigendes Interesse an dem Thema gesorgt.

bAV-Verbreitung stagniert

Was allerdings auch nötig ist. Denn die bAV-Verbreitung stagniert seit Jahren, insbesondere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern zieren sich. Den Hauptgrund hat das Bundesarbeitsministerium unlängst selbst benannt: ein zu hoher Administrations- und Informationsaufwand. In diesem Punkt bringt auch das BRSG keine Verbesserung, eher im Gegenteil – die Komplexität hat erneut zugenommen.

BRSG sorgt für Aufwind

Und doch gehen Experten wie der Vorstandsvorsitzende der xbAV AG, Martin Bockelmann, von einem deutlichen Schub für die betriebliche Altersversorgung durch das BRSG aus. „Den größten Vertriebsansatz sehe ich darin, dass sich jedes Unternehmen in den nächsten Monaten und Jahren mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Etwa durch den verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss ab 2019 für Neu- und ab 2022 auch für Bestandsverträge. Das ist eine riesige Chance für Makler und Vermittler“, sagte Bockelmann kürzlich im ausführlichen procontra-Interview. Zur Komplexitätsreduktion empfiehlt der bAV-Fachmann einen externen Durchführungsweg, wie eine Direktversicherung mit einem mindestens 15-prozentigen Arbeitgeberzuschuss – ein solches Modell sei „einfach zu verstehen und mit geringem Aufwand zu pflegen“.

Einen günstigen Effekt auf die Nachfrage dürfte auch die Geringverdiener-Förderung in Kombination mit dem Grundsicherungs-Freibetrag entfalten. Denn auch in den klassischen Niedriglohnbranchen wie Gastronomie, Gebäudereinigung oder Friseurhandwerk muss zunehmend um Arbeitskräfte konkurriert werden. Eine Betriebsrente verschafft dabei Vorteile, war aber für das Gros der Branche bisher im Verhältnis zum Lohnniveau zu teuer und aufwendig. Das BRSG hat diese Hürden nun verkleinert und damit die bAV-Zielgruppe wesentlich vergrößert.

Für Makler liegen darin Chancen wie auch Herausforderungen. Ohne ihre Unterstützung wird das sozialpolitische Ziel, die bAV flächendeckend durchzusetzen, nicht zu erreichen sein. Um dieses Beratungsfeld mit Erfolg zu beackern, müssen die Prozesse jedoch effizient und wirtschaftlich gestaltet sein. maxpool greift seinen Maklerpartnern dabei wie gewohnt mit zeitgemäßen Tools und Services unter die Arme.

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