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Wer zahlt Ihren Kunden im Krankheitsfall das Gehalt?

Hausfinanzierung, Miete und weitere Verpflichtungen müssen auch im Krankheitsfall bezahlt werden. Wer länger als sieben Wochen krankgeschrieben ist, braucht Alternativen.

Gesetzlich krankenversicherte Angestellte erhalten zwar ab der siebten Krankheitswoche ein Krankengeld. Dieses beträgt jedoch maximal 70 Prozent des Brutto- und nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes. Da der Arbeitgeber vom Krankengeld noch seinen Anteil an Sozialversicherungsabgaben zahlen muss, kann das Einkommen um bis zu 22 Prozent niedriger ausfallen. Um die Existenz ihrer Kunden im Ernstfall abzusichern, sollten Makler dringend den Abschluss eines Krankentagegelds ab der siebten Woche empfehlen.

Bei der Tarifauswahl sind Gesellschaften zu bevorzugen, die auf ein ordentliches Kündigungsrecht verzichten. Dazu zählen Barmenia, BBKK, Concordia und HALLESCHE. Auch ohne Gesundheitsprüfung abschließbare Tarife sind möglich. Das leisten etwa die Hanse Merkur und der Münchener Verein. Eine
Sonderlösung für Angestellte bietet die ARAG bei gleichzeitigem Abschluss einer BU-Versicherung, die nicht zwingend bei der ARAG geschlossen werden muss.

Freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige und Freiberufler haben keinen Anspruch auf Krankengeld, da sie einen ermäßigten Beitragssatz zahlen. Sie können aber zum allgemeinen Beitragssatz das gesetzliche Krankengeld ab der siebten Woche wählen. Dieses beträgt jedoch stets 70 Prozent des
Arbeitseinkommens und ist auf den gesetzlichen Höchstbetrag von 101,50 Euro pro Tag (Stand 2017) begrenzt. Die gesetzlichen Kassen bieten über Wahltarife auch frühere Karenzzeiten an. Entscheidet
sich der Kunde dafür, bindet er sich für drei Jahre an die Krankenkasse und kann in dieser Zeit nicht in die private Krankenversicherung wechseln.

Makler sollten ihren Kunden dringend empfehlen, ein Krankentagegeld abzuschließen (Karim Nommensen, Teamleiter Vorsorge-Management KV)

Tagegeldabsicherung für PKV-Versicherte

Privat versicherte Arbeitnehmer erhalten nach Ablauf der sechswöchigen Lohnfortzahlung nur Krankengeld, wenn sie mit dem PKV-Vertrag auch einen Krankentagegeld-Tarif abgeschlossen haben. Zu empfehlen ist, das Krankentagegeld mit der Heilkostenversicherung bei derselben Gesellschaft abzuschließen. Dies gilt auch für privat versicherte Selbstständige. Leider sehen wir häufig, dass Kunden diesen Bereich nicht absichern. Dabei trifft den Selbstständigen ein Ausfall der Arbeitskraft bereits ab dem ersten Tag. Die Karenzzeit, also der Beginn der Tagegeldzahlung, lässt sich an die finanziellen Möglichkeiten des Kunden anpassen. Wir raten, die ersten 20 bis 30 Tage aus Rücklagen aufzufangen.

Für Juristen, Steuerberater und Mediziner bietet die DKV Gruppenverträge an. Vorteile sind etwa Kontrahierungszwang, Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht und günstige Prämien.

Krankentagegeld: Wie lange wird gezahlt?

Das gesetzliche Krankengeld wird für maximal 78 Wochen wegen derselben Erkrankung innerhalb von drei Jahren gezahlt. In der PKV ist in der Regel eine unbegrenzte Leistung vorgesehen. Bei Kunden, die länger ein Krankentagegeld beziehen, wird überprüft, ob eine Arbeits- oder Berufsunfähigkeit vorliegt.

Dieser Vertriebstipp stammt von Karim Nommensen (Teamleiter Vorsorge-Management KV) und ist in der poolworld 03/2017 erschienen.

Weiterführende Informationen zum Thema erhalten Sie beim Vorsorge-Management telefonisch unter (040) 29 99 40-370 oder per E-Mail.

Dieser Beitrag stammt von Karim Nommensen (Teamleiter Vorsorge-Management KV) und ist in der poolworld 03/2017 erschienen.

 

Veröffentlicht am 05.02.2018

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