Achtung bei Sondervereinbarungen!

Nach 25 Jahren Selbständigkeit kämpft ein Reformhausbetreiber gegen die drohende Insolvenz – und zusammen mit dem maxpool-Leistungsservice für seine Leistung aus der BU.

Hans-Peter Ahlisch* ist mit den Nerven am Ende. Als selbstständiger Betreiber eines Reformhauses muss er mit ansehen, wie immer mehr Kunden zum nahegelegenen Bio-Supermarkt eines großen Shoppingcenters wechseln. Der Alltag wiegt schwer und auf die Belastung folgt schließlich die Konsequenz: Burn-Out und schwere Depressionen.

Zum 31. Oktober 2014 meldet Ahlisch Berufsunfähigkeit über den maxpool-Leistungsservice an. Die Versicherung lässt ihm einen umfangreichen Antrag zukommen, den der 59-Jährige in Unterstützung mit dem maxpool-Team sorgfältig ausfüllt. Ein Leistungsbescheid folgt jedoch nicht. Stattdessen sendet die Versicherung Ahlisch ein Abfindungsangebot beziehungsweise eine Sondervereinbarung zu und verweist darauf, dass eine bedingungsgemäße Anerkennung der Leistungspflicht nicht möglich sei.

„Fälle wie diese erleben wie in letzter Zeit häufiger“, so maxpool-Syndikusanwältin Yvonne Czernetzki. „Diese Angebote versprechen zwar eine schnelle Leistung, sind aber in der Regel an eine bestimmte Sondervereinbarung geknüpft. Sie sollten daher auf gar keinen Fall vorschnell unterschrieben werden.“

Ahlisch ist inzwischen insolvent. Mit der Zustimmung zu diesem Angebot würde die komplette Summe in die Insolvenzmasse fließen. Zudem würde er eine deutlich geringere Leistung akzeptieren als im Vertrag vorgesehen. Der Geschäftsmann unterschreibt das Angebot daher nicht. Es folgt kurzerhand die angedrohte Leistungsablehnung. „Aus unserer Sicht war das eine schier unglaubliche Reaktion auf Herrn Ahlischs Antrag auf eine dringend benötigte und berechtigte BU-Rente“, so Czernetzki. Die Syndikusanwältin legt Widerspruch ein.

Im Februar dieses Jahres folgt die Antwort. Auf insgesamt vier Seiten erörtert und begründet die Versicherung umfangreich ihre Ablehnung. Unter anderem pocht sie auf die mögliche Umorganisation des Betriebes bei Selbständigen. Für Hans-Peter Ahlisch, der sich inzwischen in stationärer Therapie befindet, eine enorme zusätzliche Belastung, die jeglicher Genesung entgegenwirkt. „Punkt für Punkt haben wir schließlich die Behauptungen der Versicherung entkräftet und am 20. Mai einen vertragsgemäßen Leistungsbescheid erwirkt“ so Czernetzki. „Den Anruf von Herrn Ahlisch werde ich nicht vergessen. Die Freude und Erleichterung in seiner Stimme war deutlich zu hören.“

Mit über 31 Prozent gehören psychische Erkrankungen heute zu den häufigsten Gründen für eine Berufsunfähigkeit (Quelle: M&M, 2014). Gleichwohl ist gerade der Nachweis einer BU durch Burn-Out und Depressionen oft nicht ganz einfach, weiß Czernetzki aus Erfahrung. „Mit einem ärztlichen Attest, welches die Leistungseinschränkung von 50 Prozent eindeutig aufführt, sowie einer genauen und schlüssigen Darstellung des eingeschränkten Tätigkeitsfeldes im Antragsbogen stehen die Chancen jedoch gut.“

*Name von der Redaktion geändert

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