Hochwasser: Was Sie als maxpool-Partner wissen sollten

Die dramatische Lage in den Hochwassergebieten hat sich bislang kaum entspannt. Inzwischen hat die Flutwelle auch den nördlichen Teil Deutschlands voll im Griff.

Bestimmt haben Sie bereits etliche Anrufe von geschädigten Kunden erhalten und sicher werden in den nächsten Tagen noch einige folgen. Als Ihr verlässlicher Partner möchten wir Sie deshalb umfassend informieren, welche Faktoren bei der Regulierung von Hochwasserschäden für Ihre Kunden zu beachten sind.

Wir haben diese Hinweise hier für Sie nach Versicherungssparten aufgeführt.

Wohngebäudeversicherung

Die meisten Versicherer verweigern die Absicherung von Wohngebäuden, die in der ZÜRS-Zone 4 liegen (manche sogar Objekte in der ZÜRS-Zone 3). Nur wenige Versicherer stimmen einer Versicherung von Wohngebäuden in der ZÜRS-Zone 4 nach individueller Prüfung zu (unser Team nimmt gerne Ihre Anfragen hierzu entgegen und bemüht sich um Angebote der betreffenden Versicherer).

Prüfen Sie bitte unbedingt die bestehenden Verträge Ihrer Kunden und achten Sie darauf, dass das Elementarschadenrisiko mitversichert ist. In den meisten Fällen gibt es keine Probleme, Elementarschäden mitzuversichern. Auch in Passau hätten noch viel mehr der betroffenen Anwohner Versicherungsschutz haben können, wenn sie sich gegen Elementarschäden versichert hätten.

 

Hausratversicherung

Auch in Bezug auf die Versicherung von Hausrat haben es Kunden, die in den ZÜRS-Zonen 3 und 4 wohnen, schwer. Für Versicherungsnehmer gilt grundsätzlich die Pflicht zur „Schadenminderung“. Das heißt, dass der Hausrat oder zumindest Teile davon im Falle von Hochwasser in den Obergeschossen des Wohngebäudes verstaut oder in nicht bedrohte Objekte
ausgelagert werden sollte. Einige Versicherer tragen nach vorheriger Absprache die Kosten für die Auslagerung. Der Versicherungsnehmer sollte grundsätzlich darauf achten, dass ihm kein grob fahrlässiges Verhalten vorgeworfen werden kann.

 

Checkliste: Maßnahmen und Sicherheitshinweise für Ihre Kunden
(Hausrat- und Wohngebäudeversicherung)

  • Wasserstände unbedingt markieren und Schäden möglichst umfassend dokumentieren.
  • Entstandene Schäden möglichst gering halten, etwa durch das Abpumpen von Wasser oder durch die Reinigung und Trocknung des Gebäudes und nasser Einrichtungsgegenstände.
  • Vorsicht bei elektronischen Geräten! Diese sollten vor der Wiederverwendung unbedingt überprüft werden, da durch Kurzschlüsse Brand- oder gar Lebensgefahr bestehen kann.
  • Informationen über Verluste und voraussichtliche Kosten möglichst unverzüglich an die Versicherung melden. Wegen der Beweispflicht sollten zerstörte oder beschädigte Gegenstände erst nach Rücksprache entsorgt
    werden.
  • Beschädigte Häuser sollten nur betreten werden, wenn keine Einsturzgefahr besteht. Im Dunkeln sollte zu Taschenlampen gegriffen werden, da offenes Feuer oder Licht austretende Gase entzünden können.
  • Es sollte erst dann mit dem Auspumpen der Räume begonnen werden, wenn der Wasserstand sinkt. Andernfalls drohen Unterspülung, Aufschwemmung oder Risse im Mauerwerk. Im schlimmsten Fall kann sogar die Statik des Gebäudes beeinträchtigt werden.
  • Trockener Schlamm ist hart wie Beton. Schlamm- und Schmutzablagerungen sollten beim Rückgang des Hochwassers deshalb noch vor dem Antrocknen ausgespült werden.
  • Arbeiten an elektrischen Installationen sind erst möglich, wenn sich kein Wasser mehr im Haus oder in der Wohnung befindet. Strom- und Gasleitungen sowie elektrische Geräte zunächst trocknen, sonst können
    Kurzschlüsse drohen.
  • Elektrogeräte sollten ohne vorherige Prüfung durch einen Fachmann nicht in Betrieb genommen werden.
  • Wenn größere Mengen Heizöl ausgetreten sind, ist unverzüglich die Feuerwehr zu verständigen. Schäden durch Heizöl müssen der Wasserbehörde beim Umweltamt gemeldet werden. Verseuchte Böden und Gegenstände sind
    Sondermüll und gehören auf geeignete Deponien.
  • Betroffene sollten wasserfeste Kleidung tragen und Hautkontakt mit Flutwasser und Schlamm vermeiden. Auch die Hände sind gründlich zu reinigen.
  • Kontaminierte Lebensmittel dürfen auf keinen Fall konsumiert, sondern sollten als Sondermüll entsorgt werden.
  • Trinkwasserleitungen sind gründlich zu spülen und Leitungswasser vorsorglich abzukochen. Übergangsweise kann auch Mineralwasser zum Kochen und Trinken verwendet werden.
  • Besteck, Geschirr und Wäsche ist bei über 60 Grad zu waschen.

 

Kraftfahrtversicherung

Eine Schadensregulierung entfällt dann, wenn der Autofahrer trotz Hochwasserwarnung sein Auto nicht rechtzeitig in Sicherheit bringt. Gleiches gilt für „Hochwasser-Touristen“, die überflutete Straßen oder auch eine unter Wasser stehende Unterführung durchqueren und sich dabei einen Schaden am Fahrzeug zuziehen.

Personen die gezwungen sind, überflutete Wege mit dem Auto zu durchqueren, sollten auf die „Eintauchtiefe“ achten. Es droht bei einer Fahrt durch das Wasser grundsätzlich dann ein Motorschaden, wenn dieser teilweise oder sogar ganz unter die Wasseroberfläche taucht. Das führt in der Regel dazu, dass Wasser angesaugt wird und das Aggregat einen irreparablen Schaden davon trägt. Bis zur Höhe der Radnarben besteht in der Regel keine Gefahr für den Motor.

Wenn Wasser bei stehenden Fahrzeugen in den Motorraum eindringt, wird dieser Schaden prinzipiell als Unfall gewertet. In einem solchen Fall zahlt nur die Vollkaskoversicherung. Überschwemmte Straßen sollten daher nur im Notfall durchquert werden.

Wurde ein Auto ohne erkennbare Schuld des Autofahrers in Mitleidenschaft gezogen, deckt die Teilkasko i.d.R. die Schäden ab, die nach unmittelbarer Einwirkung einer Überschwemmung am Fahrzeug entstanden sind. Auch Schäden, die durch Geröll und Steine am Fahrzeug entstanden sind, übernimmt die Versicherung, sofern sturzbachartige Regenfälle von Hängen ursächlich dafür sind.

 

Checkliste: Maßnahmen und Sicherheitshinweise für Ihre Kunden
(Kraftfahrtversicherung)

  • Das Wasser sollte aus dem Fahrgastraum abgelaufen lassen werden, indem die Fahrzeugtüren und der Kofferraum geöffnet wird. Bei einigen Fahrzeugmodellen sind spezielle Auflochbohrungen vorhanden.
  • Lose Fahrzeuginnenteile wie Fußmatten oder Bezüge können entfernt und an der Luft getrocknet werden. Trocknungsversuche mit Hilfsmitteln wie etwa einem Fön sind gefährlich und sollten unterlassen werden. Auch
    sollte die Innenverkleidung nicht ausgebaut werden, da sie sich verzieht und später nicht mehr eingebaut werden kann.
  • Auf keinen Fall darf der Motor eines überschwemmten Fahrzeugs gestartet werden. Ein Fachmann muss die Batterie abklemmen.

 

Tierhalterhaftpflichtversicherung

Das neue Exklusiv-Deckungskonzept von maxpool deckt die Kosten für die Rettung und Bergung privat gehaltener Tiere wie Pferde, Hunde und Esel bis in Höhe von 10.000 Euro ab. Auch der von maxpool empfohlene Best-Selection-Tarif der Janitos deckt entsprechende Kosten ab.

 

Unser exklusiver Service für Sie und Ihre
Kunden

Der Leistungsservice von maxpool gilt für alle über maxpool geschlossenen Verträge. Schäden im Zusammenhang mit dem Hochwasser begleiten wir aufgrund der besonderen Situation sogar kostenfrei! Und das unabhängig von Ihrem Maklerstatus und von der Höhe des Schadens. Damit möchten wir einen Beitrag zur Unterstützung der Hochwasseropfer leisten.

Über die Telefonnummer 040/29 99 40- 100 nehmen wir Schäden auf, leiten diese an die Gesellschaften weiter und geben Tipps zur weiteren Vorgehensweise. Sie haben Fragen, die durch die obigen Erläuterungen nicht beantwortet wurden? Dann kontaktieren Sie uns gern.

 

 

3 Kommentare zu Hochwasser: Was Sie als maxpool-Partner wissen sollten

  1. Diese Checkliste ist super! Vielen Dank – auch wenn hier in Ostfriesland bislang nichts passiert ist, so weiß man als Makler, das Maxpool sich Gedanken macht und einen super Service bietet. Diesen Service biete ich natürlich auch für meine Mandanten unter http://www.markus-boettcher.com

  2. Guten Tag
    Danke für die tolle Checkliste ich finde sie ist sehr gut und sehr hilfreich !
    lg Georg Mayer

  3. „Entstandene Schäden möglichst gering halten, etwa durch das Abpumpen von Wasser oder durch die Reinigung und Trocknung des Gebäudes und nasser Einrichtungsgegenstände.“

    Das sollte man nicht nur tun, man MUSS es sogar! Wenn man von seiner Seite aus nicht alles unternimmt um den Schaden so gering wie möglich zu halten ist es gut möglich dass sich die Versicherung querstellt und einen Teil oder ev. sogar alles nicht zahlt. Also Vorsicht!

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