MAXPOOL Blog.

Alle Informationen auf einen Blick.
Mit der Suchfunktion finden Sie einfach und schnell das, was Sie benötigen.

Abmahnfalle Datenschutz

Die deutschen Bundesbürger sind beim Umgang mit persönlichen Daten zunehmend sensibilisiert. Bei Datenschutzrechtsverletzungen drohen im schlimmsten Fall Abmahnungen und Schadensersatzansprüche. Dabei ist eine erfolgreiche, datenschutzrechtskonforme Kontaktaufnahme zum Kunden möglich.

Der Brief ist unproblematisch

Den unproblematischsten Weg stellt die schriftliche Kontaktaufnahme mittels Brief dar. Dies gilt zum einen für die Kontaktaufnahme zu Bestandskunden, sofern diese nicht ausdrücklich widersprochen haben oder besondere schutzwürdige Interessen des Betroffenen nicht dagegensprechen. Zum anderen ist aber auch die Bewerbung von Neukunden mittels Brief zulässig, wenn die Kontaktdaten Listendaten darstellen (also Name, Anschrift, Beruf) und aus allgemein zugänglichen Quellen stammen (etwa dem altbewährten Branchenbuch). Diesbezüglich hat Oliver Drewes in der letzten poolworld-Ausgabe den interessanten Tipp gegeben, Neukunden mit einer „Bewerbung“ zu gewinnen. Hierfür eignet sich eine Kontaktaufnahme per Post hervorragend. Allerdings muss der Empfänger stets ausdrücklich auf seine Widerspruchsmöglichkeit zur Kontaktaufnahme hingewiesen werden. Schwieriger gestaltet sich die Kontaktaufnahme per E-Mail. Nach der Rechtsprechung ist bereits die erste unerwünschte und unbewilligte Versendung von Werbung per E-Mail gemäß Paragraf 7 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) rechtswidrig. Zur Gewinnung von Neukunden ist daher von einer Kontaktaufnahme per E-Mail dringend abzuraten, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Einwilligung des Empfängers vor.

Mit schriftlicher Einwilligung des Kunden ist alles möglich

Bei Bestandskunden sollte daher stets die Gelegenheit genutzt werden, eine schriftliche Einwilligung zur Werbung einzuholen. Denn mit einer schriftlichen Einwilligung des Kunden können Sie diesen in jeder nur erdenklichen Form kontaktieren. Dies kann unproblematisch gemeinsam mit Unterzeichnung des Maklervertrages erfolgen. Dabei können Sie dem Kunden professionell eine Datenschutzerklärung aushändigen, welche die ausdrückliche Einwilligung zur Kontaktaufnahme enthält. maxpool bietet angebundenen Vertriebspartnern im Formularcenter des Extranets ein Muster für eine Datenschutzerklärung an, welche die Einwilligung zur Kontaktaufnahme für Werbung durch den Makler explizit aufführt. Mit dieser ausdrücklichen Einwilligung, welche von der Rechtsanwaltskanzlei Michaelis zur Verfügung gestellt wurde, ist eine jederzeitige Kontaktaufnahme insbesondere für Werbung möglich. Darüber hinaus kann ein Makler auch ohne explizite Einwilligung Werbung an Kunden versenden, wenn er die EMail- Adresse bei Verkauf von Waren oder Dienstleistungen erhalten hat, nur ähnliche Waren oder Dienstleistungen bewirbt sowie der Kunde der Werbung nicht explizit widersprochen hat und auf die Möglichkeit des jederzeitigen Widerspruchs ausdrücklich hingewiesen wurde. Diese Punkte müssen jedoch kumulativ vorliegen.

Veröffentlicht am 14.05.2012

Artikel kommentieren!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.